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Microsoft SQL#

Warnung

Beim Einsatz des SQL-Servers in einer VM sind Snapshots und Migration im laufenden Betrieb nicht erlaubt. Snapshots dürfen nur bei vollständig heruntergefahrenen VMs erstellt werden. SQL-Server in Clustern sind hiervon ausgenommen, da sie speziell dafür ausgelegt sind.

Achtung

Ab 500 XPhone Connect Usern (bzw. ab 250 Usern bei Nutzung von TeamDesk und Direct Calls) empfehlen wir dringend den Einsatz einer Microsoft SQL Standard/Enterprise Edition.

Der XPhone Connect Server arbeitet standardmäßig mit einem lokalen Microsoft SQL Server Express Server. Die XPhone Connect Server Installation bietet diesen Microsoft SQL Server Express Server zur Installation an. Alle Microsoft SQL Server können lokal auf dem XPhone Server oder remote eingesetzt werden.

Systemvoraussetzungen#

Bemerkung

Eine zentrale Übersicht aller Systemvoraussetzungen finden Sie unter Systemvoraussetzungen.

Freigegebene Versionen
Express-Edition

Die folgenden Abschnitte beziehen sich auf den lokalen Microsoft SQL Express Server.

Limitierungen

  • Datenbank-Engine: 1 Mainboard-Sockel und max. 4 CPU-Cores.

  • Maximal 1 GB RAM Datencache pro Instanz (belegt ca. 2 GB RAM).

  • Maximale Datenbankgröße: 10 GB (Datendateigröße).

  • Maximal 50 Instanzen pro Server.

  • Geeignet für bis zu 500 User

  • Maximale am Directory angeschlossenen Kontakte: ca. 250.000 - 3.000.000. Diese Zahl dient allerdings nur als grobe Richtlinie und variiert mit der Größe der Kontakteinträge bzw. dem Datenbanktyp.

  • Die Begrenzung auf 1 GB Memory reduziert die Leistungsfähigkeit der Datenbank mit zunehmender Größe der Datenbank. Kompensiert werden kann dies durch möglichst schnelle Festplatten, z.B. durch SSDs. Ob die Leistungsfähigkeit der Datenbank ausreicht, hängt stark von der Anzahl der Benutzer und deren Suchverhalten und von der Größe der angeschlossenen Datenquellen ab. Unkritisch im Sinne der Datenbank ist die Anbindung der Datenquellen ETV und Telefonbuch Deutschland.

  • Die mitgelieferte SQL-Express-Edition ist auf die Verwendung einer physikalischen CPU beschränkt. Daher müssen die für die Verwendung vom Directory notwendigen Cores auf einer einzigen physikalischen CPU vorhanden sein. Wird der Connect Server in einer virtualisierten Umgebung eingesetzt, muss diese auch so konfiguriert werden, dass aus Sicht des Gastbetriebssystems die vorhandenen Cores in einer einzigen CPU vorhanden sind.

Hardwareanforderungen

Beachten Sie den erforderlichen Ressourcenbedarf.

Standard-/Enterprise-Edition

Hinweis

Beim Einsatz kundeneigener Microsoft SQL Server-Instanzen liegt die Verantwortung für den Einsatz und die Konfiguration beim jeweiligen Datenbank-Systembetreuer und nicht beim XPhone Connect Softwarehersteller C4B oder dem XPhone Connect Partner.

Kundeneigenen SQL Server verwenden#

Hinweise#

Wichtig

Beim Einsatz kundeneigener Microsoft SQL-Server-Instanzen liegt die Verantwortung für Nutzung und Konfiguration beim jeweiligen Datenbank-Systembetreuer und nicht beim XPhone Connect Softwarehersteller C4B oder dem XPhone Connect Partner.

Vorsicht

Für einen reibungslosen Betrieb bei der Verwendung eigener SQL-Server-Instanzen bzw. Datenbanken sind nachfolgende Hinweise zu beachten:

  • Achten Sie darauf, dass ausreichend freier Plattenspeicher auf dem Laufwerk verfügbar ist, auf dem die SQL-Server-Instanzen bzw. Datenbanken installiert wurden. Der Platzbedarf ist u.a. abhängig von der Anzahl der Benutzer, dem Anruf- und Chataufkommen (Journaltabellen) sowie der Anzahl versendeter Bilder und Statistikdaten für Analytics.

  • Es sollten generell regelmäßige Backups für die Datenbanken XPDATA, XPSTATS und XPSTATSRaw konfiguriert werden. Es ist nicht erforderlich Backups für die Datenbank XPVDIR zu erstellen, da die dort enthaltenen Index-Tabellen ohnehin zyklisch aus den angebundenen XPhone Connect Directory Datenquellen neu generiert werden.

  • Für alle verwendeten Datenbanken wird empfohlen das Wiederherstellungsmodell Einfach bzw. Simple zu verwenden. Weitere Informationen dazu in der Online-Hilfe für Microsoft SQL Server.

  • Wenn der XPhone Connect Server zusammen mit dem SQL-Server auf demselben System betrieben wird, sollte die Nutzung des Arbeitsspeichers des SQL-Servers begrenzt werden. Dies können Sie z.B. über das SQL Management Studio konfigurieren.

Die persistenten Daten des XPhone Connect Servers werden in vier Datenbanken auf zwei Microsoft SQL Server Express-Instanzen gespeichert. Diese Instanzen werden vom Setup installiert und tragen die Namen XPCONNECT und XPANALYTICS. Diese Instanzen sind unabhängig von anderen SQL Server Installationen und können auch parallel zu vorhandenen SQL-Server-Installationen anderer Editionen betrieben werden.

In der Instanz XPCONNECT werden die beiden Datenbanken XPDATA und XPVDIR angelegt. In der erstgenannten werden alle Konfigurationsinformationen und die Journale der Benutzer gespeichert, während die andere ausschließlich die für Connect Directory notwendigen Indizes und, gegebenenfalls, die replizierten Kontaktdaten enthält.

In der Instanz XPANALYTICS werden die beiden Datenbanken XPSTATS und XPSTATSRaw angelegt. In diesen Datenbanken werden die für Analytics gesammelten Daten gespeichert.

Bemerkung

Bitte beachten Sie auch den Hinweis und Workaround für den Fall, dass die internen Datenbanken nicht mit installiert worden sind und sich in der Folge ggf. das Dienstkonto im XPhone Connect Server Manager nicht umstellen lässt.

Die Konfiguration der Datenbanken findet sich in der Datei atlas.xml (abrufbar über den XPhone Connect Servermanager) und hat standardmäßig folgenden Inhalt:

<Databases databaseMigrationSQLTimeOut="900">

<Main type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPDATA;Data Source=(local)\XPCONNECT" autoLockDown="5" organisationDN="ou=Organisation" configurationDN="ou=Configuration" />

<Stats type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPSTATS;Data Source=(local)\XPANALYTICS" autoLockDown="5" />

<VDir type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPVDIR;Data Source=(local)\XPCONNECT" autoLockDown="5" />

</Databases>

Beschreibung der Parameter:

Name

Standardwert

Format

Beschreibung

type

MSSQL

Text

Aktuell wird nur MSSQL unterstützt

connection

(siehe oben)

speziell

Dies ist der ConnectionString für die Verbindung zur Datenbank. Die erlaubten Parameter sind in der Dokumentation zur Klasse SqlConnection von .NET in der SQL Server-Dokumentation zu finden. Um die Verbindung zu einem vorhandenen SQL-Server herzustellen, ist im Wesentlichen nur der Parameter „Data Source“ zu verändern.

autolockDown

5 (1, wenn Eintrag nicht vorhanden)

Nummer

(siehe unten)

organisationDN

speziell

Für Active Directory Integration notwendig

configurationDN

speziell

Für Active Directory Integration notwendig

useLogin

All

Optionale Einstellung, bei der angegeben wird, mit welchen Credentials der Anmeldeversuch ausschließlich erfolgen soll.

„All“ - alle Benutzer

„Internal“ - - nur interne SQL-Benutzer, kein Windows Account des Dienstes

„Windows“ - nur Windows Account des Dienstes

databaseMigrationSQLTimeOut

Gibt den Timeout für SQL-Abfragen in Sekunden an, die ausgeführt werden müssen, um die, nach Updates eventuell erforderlichen Anpassungen, an den Datenbanken durchzuführen.

Die Datenbanken können auch auf einer bereits vorhandenen SQL-Server-Instanz betrieben werden. Um einen vorhandenen SQL-Server zu verwenden, muss der Parameter connection angepasst werden. Der connection-String enthält den Parameter Data Source, der diesem Format entsprechen muss:

Data Source=<DNS | Hostname>\<SQL instance>,<Port>

(local) steht für den lokalen Computer; für die Default-Instanz genügt der erste Teil ohne \. Der Port ist optional und wird, anders als in anderen Notationen, nicht mit einem Doppelpunkt, sondern durch ein Komma getrennt angegeben.

Vorgehensweise#

Um beispielsweise die vorhandene SQL Server-Instanz sqlserver\connect zu verwenden, wird empfohlen, wie folgt vorzugehen:

  1. Prüfen Sie die Voraussetzungen des vorhandenen SQL Servers:

    • Unter Server Network Configuration muss das TCP/IP Protokoll aktiviert sein.

    • Auf dem vorhandenen SQL-Server muss der Remotezugriff aktiviert sein.

    • Der SQL-Browser Dienst muss auf dem vorhandenen SQL-Server laufen.

  2. Im Active Directory einen Benutzeraccount (aduserxphoneserver) anlegen, unter dem der Dienst des XPhone Connect Servers laufen soll.

  3. In der gewünschten SQL-Instanz eine Datenbank (xphoneserverdata) anlegen, die der XPhone Connect Server verwenden soll.

  4. In der gewünschten SQL-Instanz eine Datenbank (xphoneservervdir) anlegen, die der XPhone Connect Directory verwenden soll.

  5. In der SQL-Instanz einen Login für den Benutzer aduserxphoneserver anlegen.

  6. In der SQL-Instanz dem soeben angelegten Login auf die Datenbank xphoneserverdata die Rolle db_owner geben.

  7. In der SQL-Instanz dem soeben angelegten Login auf die Datenbank xphoneservervdir die Rolle db_owner geben

  8. Den XPhone Connect Server beenden.

  9. In atlas.xml die Datenbankeinstellungen auf die SQL-Instanz ändern.

  10. In atlas.xml die Datenbank XPDATA durch xphoneserverdata und XPVDIR durch xphoneservervdir ersetzen.

  11. In atlas.xml bei beiden Datenbanken die Anmeldeversuche auf integrierte Windowsanmeldung einschränken (uselogin="Windows") und Autolockdown auf 0 stellen.

  12. Den XPhone Connect Server-Dienst-Account mithilfe des XPhone Connect Servermanagers auf aduserxphoneserver umstellen.

  13. Den XPhone Connect Server starten:

    <Databases databaseMigrationSQLTimeOut="900">
    
    <Main type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=xphoneserverdata;Data Source=sqlserver\connect" autoLockDown="0" uselogin="Windows" organisationDN="ou=Organisation" configurationDN="ou=Configuration" />
    
    <Stats type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPSTATS;Data Source=(local)\XPANALYTICS" autoLockDown="5" />
    
    <VDir type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=xphoneservervdir;Data Source=sqlserver\connect" autoLockDown="0" uselogin="Windows" />
    
    </Databases>
    

Vorgehensweise für Analytics#

Um beispielsweise die vorhandene SQL Server-Instanz MySqlServer\MyInstance für Analytics zu verwenden, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Prüfen Sie die Voraussetzungen der vorhandenen SQL Server-Instanz MySqlServer\MyInstance:

    • Unter Server Network Configuration ist das TCP/IP Protokoll aktiviert.

    • Auf dem vorhandenen SQL-Server ist der Remotezugriff aktiviert.

    • Der SQL-Browser Dienst läuft auf dem vorhandenen SQL Server.

    • Gegebenenfalls muss der SQL Server nach der Änderung der Konfiguration neu gestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden.

    • Gegebenenfalls muss eine Firewall-Regel eingerichtet werden, die den Zugriff auf die SQL Server-Instanz erlaubt.

  2. Zugriff des XPhone Connect Servers auf die Analytics Datenbanken (z.B. für Schema-Updates).

    (Empfohlene Vorgehensweise bei einem Web-Server-Cluster)

    1. Im Active Directory einen Benutzer-Account (aduserxphoneserver) anlegen, unter dem der Dienst des XPhone Connect Servers laufen soll.

    2. In der gewünschten SQL-Instanz MySqlServer\MyInstance zwei Datenbanken anlegen (XPAnalytics und XPAnalyticsRaw), die von Analytics verwendet werden sollen.

      Hinweis

      Der Name der zweiten Datenbank muss dem der ersten entsprechen plus dem Suffix „Raw“.

    3. In der SQL-Instanz ein Login für den Benutzer aduserxphoneserver anlegen.

    4. In der SQL-Instanz dem soeben angelegten Login die Rolle db_owner auf die Datenbanken XPAnalytics und XPAnalyticsRaw geben.

    5. Den XPhone Connect Server beenden.

    6. In atlas.xml die Datenbankeinstellungen für Analytics (Connection String Name Stats) auf die SQL-Instanz ändern:

      • In atlas.xml die Datenbank XPSTATS durch XPAnalytics ersetzen.

      • In atlas.xml die Anmeldeversuche auf integrierte Windowsanmeldung (uselogin="Windows") einschränken und Autolockdown auf 0 stellen.

    7. Den XPhone Connect Server-Dienst-Account mithilfe des XPhone Connect Servermanagers auf aduserxphoneserver umstellen.

  3. Zugriff der Analytics Web-Applikation auf die Analytics Datenbanken (für Auswertungen):

    1. Im Active Directory einen Benutzer-Account (aduseranalyticsapppool) anlegen, unter dem der AppPool von Analytics im IIS laufen soll.

    2. Im IIS dem Anwendungs-Pool XPhoneConnectAnalytics den soeben angelegten Domänen-Account zuweisen.

    3. In der SQL-Instanz ein Login für den Benutzer aduseranalyticsapppool anlegen.

    4. In der SQL-Instanz dem soeben angelegten Login in den Datenbanken XPAnalytics und XPAnalyticsRaw die Rollen db_datareader und db_datawriter zuweisen.

    5. Den XPhone Connect Server starten.

Beispiel der atlas.xml:

<Databases databaseMigrationSQLTimeOut="900">
  ...
<Stats type="MSSQL" connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPAnalytics;Data Source=MySqlServer\MyInstance" autoLockDown="0" />
  ...
</Databases>

Datenbanksicherheit#

Grundsätzlich muss der XPhone Connect Server mit der SQL-Serverrolle db_owner auf die Datenbank zugreifen können. Um die teilweise persönlichen Daten vor unberechtigten Zugriffen (z.B. durch Viren und Spy-Programme) zu schützen, sollte die Datenbanksicherheit den Zugriff durch andere Personen so weit wie möglich beschränken. Für die vom Setup installierten Microsoft SQL Server-Instanzen werden diese Anpassungen vollständig automatisch vorgenommen. Der Parameter autoLockDown steuert diese automatische Anpassung der Datenbanksicherheit.

Vorsicht

Bei der Verwendung von vorhandenen SQL-Servern ist hier höchste Vorsicht geboten, da unter Umständen ein Zugang zur Datenbank für administrative Zwecke oder andere Anwendungen verhindert wird.

Der vom Setup installierte SQL-Server läuft im Mixed Mode, d.h. die Authentifizierung erfolgt sowohl über Windows-Anmeldung als auch über im SQL Server angelegte Benutzerkonten. Die SQL-Anmeldung ermöglicht z.B. den Zugriff der Clients auf das zentrale Adressbuch, auch wenn diese nicht über Windows authentifiziert werden können (z.B. für Mobilcomputer ohne Domänenanmeldung).

Hinweis

Wenn ein vorhandener SQL Server nicht im Mixed Mode läuft, sollte die automatische Anpassung abgeschaltet werden. Sie müssen ebenfalls manuell sicherstellen, dass das Dienstkonto des XPhone Connect Servers die notwendigen Zugriffsrechte (SQL-Serverrolle db_owner) auf den SQL Server bekommt.

Flag

Beschreibung

0

Keine Anpassung oder Veränderung der Sicherheit

1

Ein Datenbank Admin Account für Notfälle wird hinzugefügt. Das Passwort des Admin Accounts ist nur dem Server bekannt.

2

Alle nicht explizit aktivierten Accounts (SQL und Windows) werden entfernt

4

Der stets vorhandene sa Account wird mit einem nur dem Server bekannten Passwort versehen.

8

Der lokale Administrator wird als Datenbank Admin eingerichtet.

Die Flags sind additiv, d.h. 1+4=5 ergibt die oben genannte Einstellung für die vom Setup installierte SQL Server-Datenbank. Außer im Modus 0 wird auch stets der Account, unter dem der XPhone Connect Server Dienst läuft, eingerichtet. Dies ist nur möglich, wenn für die Änderung des Dienst-Accounts der Dienst Manager des XPhone Connect Servers verwendet wurde.

Anhänge in Chat-Nachrichten#

Aktivieren Sie diese Option, um in Chat-Nachrichten Anhänge wie z.B. Screenshots zuzulassen.

Achtung

Voraussetzung für den Versand von Anhängen ist die Aktivierung der FILE TABLE Funktion des SQL Servers. Dies geschieht automatisch für die interne Datenbank sowohl bei der Neu-Installation von XPhone Connect wie auch beim Update. Aus Gründen der Datenintegrität werden kundeneigene (externe) Datenbanken hinsichtlich dieser Einstellung nicht verändert, der Versand von Anhängen in Chat-Nachrichten steht in diesen Fällen zunächst nicht zur Verfügung.

Prüfung der internen Datenbank#

Sollte es nach Installation oder Update Probleme mit der Aktivierung oder Verwendung der Funktion Anhänge in Chat-Nachrichten geben, so können Sie die Aktivierung der FILE TABLE Funktion der internen Datenbank überprüfen:

  1. Führen Sie im XPhone Connect Serververzeichnis die Anwendung DBFileTableActivator als Administrator aus.

  2. Prüfen Sie anschließend im dazugehörigen Log, ob die Aktivierung erfolgreich war:

    • C:\Windows\SysWOW64\DBFileTableActivator.log -> FileStream configuration is OK.

Alternativ:

  1. Führen Sie am XPhone Connect Server den SQL Server Configuration Manager aus (sqlservermanagerXY.msc, wobei XY = Version des verwendeten SQL Server Managers; in der aktuellen Version von XPhone Connect z.B. sqlservermanager12.msc).

  2. Öffnen Sie unter SQL Server Services die Eigenschaften der Datenbank XPCONNECT mittels Rechtsklick.

  3. Prüfen Sie im Reiter FILESTREAM die Option Enable FILESTREAM for Transact-SQL access.

  4. Ist die Option aktiviert, so ist die interne Datenbank korrekt konfiguriert.

Manuelle Aktivierung der FILE TABLE Funktion des kundeneigenen SQL Servers

An kundeneigenen Datenbanken ändert das XPhone Connect-Setup diese Option NICHT!

Damit Anhänge in Chat-Nachrichten aktiviert werden können, muss der Datenbankadministrator die FILESTREAM-Option auf Instanz- und Datenbankebene für seine XPhone Connect-Datenbank selbst aktivieren.

Aktivierung FILESTREAM für kundeneigene SQL Server#

Ausgangssituation des Konfigurationsbeispiels:

Der XPhone Connect Server (ab Version 7) ist an eine kundeneigene Datenbankinstanz CONNECT (externer SQL Server) angebunden. Die Datenbank innerhalb der Instanz lautet XPCONNECT. (Siehe auch Vorhandenen_SQL Server_nutzen)

Die für den Versand von Dateien (Bilder, Screenshots) im Chat notwendigen Optionen FileTable bzw. FILESTREAM sind nicht aktiv, da weder das XPhone Connect Setup noch das Tool DBFileTableActivator.exe die kundeneigene Instanz verändern.

Diese Anleitung beschreibt die Schritte zur manuellen Aktivierung des Dateiversands im Chat.

  1. Grundsätzliches

    Microsoft beschreibt alle notwendigen Schritte in Enable filetable on Microsoft Docs

    • allerdings werden dort erweiterte Optionen konfiguriert, die für die gewünschte Funktion nicht benötigt werden. Daher wird im Folgenden die Minimalkonfiguration beschrieben.

      Wichtig

      Sollten innerhalb der Datenbankinstanz weitere eigene Datenbanken FILESTREAM verwenden, so beachten Sie die von Microsoft aufgeführten Konfigurationsoptionen!

  2. Aktivieren von FILESTREAM auf Instanzebene

    • Starten Sie SQL Server-Konfigurations-Manager.

    • Öffnen Sie die Eigenschaften der XPhone Connect Datenbankinstanz (Rechtsklick auf die Instanz CONNECT > Eigenschaften).

    • Wechseln Sie zum Reiter FILESTREAM.

    • Aktivieren Sie die Option Enable FILESTREAM for Transact-SQL access.

      image1

      Hinweis

      Sollte diese Option (und ggf. Unter-Optionen) bereits aktiviert sein, lassen Sie diese Einstellungen unverändert!

    • Speichern Sie die Einstellung mit Übernehmen und schließen Sie den Dialog mit OK.

    • Starten Sie SQL Server Management Studio.

    • Verbinden Sie die XPhone Connect Datenbankinstanz.

    • Öffnen Sie die Eigenschaften der Datenbankinstanz (Rechtsklick auf die Instanz CONNECT > Eigenschaften).

    • Wählen Sie die Seite Erweitert (Advanced).

    • Ändern Sie im Abschnitt FILESTREAM den Wert der FILESTREAM-Zugriffsebene (FILESTREAM Access Level) von Deaktiviert (Disabled) in Transact-SQL Zugriff aktiviert (Transact-SQL access enabled).

      image2

      Hinweis

      Dies entspricht dem Wert 1 in der Microsoft Dokumentation statt des dort geforderten Werts 2 (Vollzugriff/Full Access). Sollte Transact-SQL Zugriff oder Vollzugriff bereits aktiviert sein, lassen Sie diese Einstellung unverändert!

    • Speichern Sie die Einstellung mit OK.

    • Starten Sie die Datenbankinstanz CONNECT neu.

    • Passen Sie ggf. Ihre Firewall-Regeln für FILESTREAM an, folgen Sie hierzu der Dokumentation von Microsoft oder Ihrer Firewall.

  3. Bereitstellen einer FILESTREAM-Dateigruppe auf Datenbankebene

    • Starten Sie SQL Server Management Studio.

    • Verbinden Sie die XPhone Connect Datenbankinstanz.

    • Öffnen Sie die Eigenschaften der XPhone Connect Datenbank (Rechtsklick auf XPDATA > Eigenschaften).

    • Wählen Sie die Seite Dateigruppen (Filegroups).

    • Fügen Sie im Abschnitt FILESTREAM eine neue Dateigruppe IMDATA hinzu und aktivieren Sie die Option Standard (Default).

      image3

      Hinweis

      Unter FILESTREAM Dateien steht initial 0, dies wird später automatisch auf 1 verändert.

    • Speichern Sie die Einstellung mit OK.

  4. Definition eines Verzeichnisses für FileTables auf Datenbankebene

    • Öffnen Sie die Eigenschaften der XPhone Connect Datenbank XPDATA erneut.

    • Wählen Sie die Seite Dateien (Files).

    • Fügen Sie der Liste Datenbankdateien (Database files) einen weiteren Eintrag hinzu:

      Logischer Name (Logical Name): IMDATA

      Dateityp (File Type): FILESTREAM Data

      Dateigruppe (Filegroup): IMDATA

      Die übrigen Vorgabewerte bleiben unverändert.

      image4

    • Speichern Sie die Einstellungen mit OK.

  5. Anpassen weiterer Optionen der Datenbank

    • Öffnen Sie die Eigenschaften der XPhone Connect Datenbank XPDATA erneut.

    • Wählen Sie die Seite Optionen (Options).

    • Tragen Sie im Abschnitt FILESTREAM unter FILESTREAM-Verzeichnisname (FILESTREAM Directory Name) den Wert IMData ein, Nicht transaktionsgebundener FILESTREAM-Zugriff (FILESTREAM Non-Transacted Access) bleibt ausgeschaltet (Off).

      image5

    • Speichern Sie die Einstellung mit OK.

  6. Starten Sie den XPhone Connect Server neu, dabei wird eine File Tabelle IMFile angelegt.

  7. Prüfung der FileTable-Aktivierung

    • Starten Sie SQL Server Management Studio.

    • Verbinden Sie die XPhone Connect Datenbankinstanz.

    • Erweitern Sie in der Datenbank XPDATA den Knoten Tables > File Tables.

    • Die Tabelle IMFile wird aufgeführt:

      image6

      Damit ist die Einrichtung der Datenbank für den Dateiversand im Chat abgeschlossen.

  8. Funktionstest im Client

    • Starten Sie einen XPhone Connect Client ab Version 7.

    • Öffnen Sie einen neuen Einzel- oder Gruppenchat.

    • Fügen Sie in der Texteingabe über das Icon + eine Bilddatei oder einen Screenshot ein und versenden Sie die Nachricht.

SQL Express Server Update#

Ein Spezialfall ist das Update des lokalen SQL-Express-Servers auf die aktuellste Version, die von XPhone Connect unterstützt wird.

Der Backup-Manager unterstützt diesen Umzug. Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Aktualisieren Sie den XPhone Connect Server auf die aktuellste Version und starten anschließend den XPhone Server-Dienst neu. Der SQL Server bleibt dabei noch auf der alten Version.

  2. Erstellen Sie mit dem Backup-Manager ein Backup des Systems.

  3. Beenden Sie den XPhone Connect Server-Dienst.

  4. Installieren Sie die neuen SQL Server-Instanzen mithilfe der mitgelieferten Installations-Scripts.

  • Die Scripts liegen auf dem Installations-Medium und müssen mit Admin-Rechten ausgeführt werden:

    .\Software\Server\3rdParty\sql\MigrateSQLServer_UC.BAT
    .\Software\Server\3rdParty\sql\MigrateSQLServer_STAT.BAT
    
  • Die neuen SQL Server-Instanzen heißen jetzt XPConnect2022 bzw. XPAnalytics2022.

  1. Ändern Sie in der Datei atlas.xml an allen Stellen den alten Dienstnamen bzw. die alten Instanz-Bezeichnungen auf die neuen Namen / Bezeichnungen der SQL Server Instanzen. Den Instanznamen finden Sie in den Windows-Diensten in der Klammer:

  • xps-services

  • ALT: connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPVDIR;Data Source=(local)\XPCONNECT"

  • NEU: connection="Integrated Security=SSPI;Persist Security Info=False;Initial Catalog=XPVDIR;Data Source=(local)\XPCONNECT2022"

  1. Nach dem erfolgreichen Umzug der Datenbank werden die alten SQL Server-Instanzen vom XPhone Connect Server nicht mehr benötigt und können vom System deinstalliert werden.

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