Federation#
Leistungsmerkmale#
XPhone Connect Federation ermöglicht die Kommunikation mit externen Kontakten über verschiedene Systeme (freigegeben sind Microsoft Teams und andere XPhone Server) hinweg. Die Hauptfunktionen umfassen:
- Präsenzstatus-Austausch
Benutzer können ihren aktuellen Präsenzstatus mit externen Kontakten teilen (Anwesend, Beschäftigt, Abwesend, Nicht stören).
Hinweis
Der Telefoniestatus wird nicht übermittelt. Während eines Telefonats wird weiterhin die aktuelle Präsenz angezeigt.
- Instant Messaging
Unterstützung von 1:1-Chats mit externen Kontakten. Gruppenchats werden nicht unterstützt.
- Dateiaustausch
Der Versand von Dateien, einschließlich Bildern, ist nicht möglich.
- Benutzerautonomie
Benutzer erhalten Präsenzanfragen von föderierten Kontakten und können individuell entscheiden, ob sie ihren Präsenzstatus teilen möchten.
Hinweise#
1. Open Federation vs. Direct Federation
- Open Federation
Ermöglicht eine offene Vernetzung mit allen kompatiblen Instanzen im Föderationsnetzwerk. Nutzen von DNS und SRV-Einträgen, um SIP-Anrufe an andere Domains dynamisch zu routen. Kein explizites Peering nötig, sondern dynamische Ermittlung der SIP-Server anderer Domänen über DNS.
Wenn z.B. ein Benutzer user@domain.com anschreibt, löst das SIP-System per DNS-SRV-Abfrage (_sip._tls.domain.com) auf, wohin der Chat gehen soll.
Vorteile: Einfachere Skalierung, neue Domänen können ohne manuelle Konfiguration verbunden werden.Nachteile: Weniger Kontrolle, potenziell mehr Angriffsfläche (z.B. Spam, Spoofing).
- Direct Federation
Direkte Verbindungen zwischen bekannten Servern: Server sind explizit so konfiguriert, dass sie nur mit bestimmten anderen SIP-Domänen kommunizieren.
DNS wird für die Auflösung der IP-Adressen zu Hostnamen und umgekehrt benötigt, damit die Zertifikate validiert werden können.
Vorteile: Bietet mehr Kontrolle und Sicherheit, da nur vertrauenswürdige Partner erlaubt sind.Nachteile: Skalierung schwierig, jede neue Verbindung muss manuell eingerichtet werden.
2. DNS
Es ist notwendig, dass Fully Qualified Domain Names (FQDNs) in IP-Adressen aufgelöst werden können. Hierfür wird die zum FQDN gehörige IP-Adresse in einem A- oder ALIAS-Eintrag im Domain Name System (DNS) veröffentlicht.
Der FQDN muss dabei der XPhone-Domäne oder einer direkten Subdomäne des Servers entsprechen.
Beispiele zur XPhone-Domäne
connect.acme.com
connect.acme.com-> zulässig
xphone.connect.acme.com-> zulässig
company.xphone.acme.com-> nicht zulässig
acme.com-> nicht zulässig
xphone.acme.com-> nicht zulässig
Hinweis
Sollen die föderierenden Server den XPhone Server (auch) per Open Federation erreichen können, dann muss noch ein SRV-Eintrag
_sipfederationtls._tcpim DNS angelegt werden, der von der Domäne des XPhone Servers auf den FQDN des XPhone Servers verweist.Wenn Open Federation auch mit MS Teams betrieben werden soll und die DNS-Einträge von einem Drittanbieter und nicht von Microsoft verwaltet werden, muss der SRV-Eintrag
_sipfederationtls._tcpmit Port5061aufsipfed.online.lync.comzeigen.
3. Ports
Die Kommunikation zwischen föderierten Systemen erfolgt über spezifische Ports, die in der Firewall entsprechend freigegeben werden müssen. Standardmäßig wird hierfür Port 5061 verwendet, jedoch kann der Port je nach Konfiguration variieren.
Die Weiterleitung dieser Verbindungen erfolgt über das Transmission Control Protocol (TCP).
- Föderation mit Systemen außerhalb des eigenen Netzes
Wenn föderierte Systeme sich mit dem XPhone Server verbinden möchten, muss die Firewall so konfiguriert werden, dass eingehende TCP-Verbindungen auf den gewählten Port (z.B.
5061) zum entsprechenden Server weitergeleitet werden.
- Föderation mit Systemen im eigenen Netz
Innerhalb eines verwalteten Netzwerks müssen die internen Firewalls entsprechend konfiguriert werden, um den Zugriff auf den gewählten Port (z.B.
5061) über TCP zu ermöglichen.
4. Zertifikate
Da die Kommunikation mit föderierenden Servern über TLS gesichert wird, muss dem XPhone Server ein Zertifikat bereitgestellt werden. Dieses kann entweder im Windows-Zertifikatsspeicher des lokalen Computers oder im Zertifikatsspeicher des Benutzers hinterlegt werden.
Die Speicherung im Benutzer-Zertifikatsspeicher ist nur möglich, wenn der XPhone Server mit einem Benutzerkonto läuft und das Zertifikat im Zertifikatsspeicher dieses Benutzers hinterlegt ist.
Anforderungen an das Zertifikat
- Gültiger FQDN
Das Zertifikat muss auf den vollständigen Domänennamen (FQDN) des XPhone Servers ausgestellt sein. Wildcard-Zertifikate sind nicht zulässig, da diese möglicherweise von föderierenden Servern nicht akzeptiert werden.
- Geeignet für Server- und Clientauthentifizierung
Das Zertifikat muss sowohl für die Server- als auch für die Clientauthentifizierung verwendet werden können und einen privaten Schlüssel enthalten, auf den der XPhone Server Zugriff hat.
- Vertrauenswürdige Zertifizierungsstelle
Das Zertifikat muss von den föderierten Servern als vertrauenswürdig eingestuft werden. Es wird empfohlen, ein Zertifikat einer öffentlichen Zertifizierungsstelle zu nutzen, z.B. über Let’s Encrypt.
5. Benutzernamen und Kontakte
Föderation mit Systemen außerhalb des eigenen Netzes
Wenn Benutzer fremder Systeme Nachrichten an XPhone-Benutzer senden und deren Präsenzstatus teilen möchten, muss die IM-Adresse der XPhone-Benutzer bekannt sein. Häufig entspricht diese der E-Mail-Adresse.
Es empfiehlt sich, in der Web-Administration des XPhone Servers unter Systemeinstellungen > Allgemein unter Domäne (Namensraum) die E-Mail-Domäne zu verwenden, beispielsweise:
acme.com
Unter Benutzerverwaltung > Standort/Konfigurationsgruppe > Benutzer setzen sich die Benutzernamen dann folgendermaßen zusammen:
<Anmeldename>@<Domäne (Namensraum)>
In diesem Beispiel also:
<Anmeldename>@acme.com
Es ist sinnvoll, den Anmeldenamen mit der E-Mail-Adresse gleichzusetzen, da dieser für die Föderation entscheidend ist. Das bedeutet, dass dieses Konzept sowohl bei der manuellen Erstellung der Benutzer als auch bei der Erstellung der Benutzer über Konnektoren beachtet werden sollte.
Föderation mit Systemen im eigenen Netz
Wenn Benutzer innerhalb der eigenen Firma über unterschiedliche XPhone-Server Nachrichten austauschen oder den Präsenzstatus teilen möchten, müssen die XPhone-Server jeweils eine eindeutige Domäne (Namensraum) verwenden. Sind die Server Teil derselben Windows-Domäne, müssen zusätzliche Forward-Lookupzonen eingerichtet werden, um sie über eine weitere interne Top-Level-Domain erreichbar zu machen.
Beispiel:
FQDN |
Zusätzlicher FQDN [1] |
Domäne (Namensraum) [2] |
Benutzernamenkonzept |
|---|---|---|---|
s1.training.com |
s1.training1.com |
training1.com |
<Anmeldename>@training1.com |
s2.training.com |
s2.training2.com |
training2.com |
<Anmeldename>@training2.com |
Diese Benutzernamen muss der Systembetreuer über das XPhone Directory zur Verfügung stellen. Im speziellen wird das Datenbankfeld XmppAddress verwendet um mit anderen zu föderieren.
Dafür bieten sich folgende Möglichkeiten an:
Active Directory als zentrale Datenquelle
Das Active Directory wird auf allen XPhone-Servern als Datenquelle konfiguriert.
Die eindeutige XPhone-Benutzerkennung wird in einem beliebigen Feld im Active Directory hinterlegt.
In der Feldverknüpfung des XPhone Directorys wird dieses AD-Feld auf das XPhone-Feld
XmppAddressgemappt.
LDAP Client Interface & XPhone User Datenquelle
Auf jedem XPhone Server wird ein LDAP Client Interface sowie eine zusätzliche XPhone User Datenquelle erstellt.
In den Berechtigungen der XPhone User Datenquelle wird nur das neue LDAP Client Interface konfiguriert.
Jedes XPhone Directory erhält eine LDAP-Datenquelle, die das LDAP Client Interface des jeweils anderen Servers nutzt.
Beispiel:
XPhone Server 1 stellt über sein LDAP Client Interface alle Benutzer mit ihren XmppAddress-Daten bereit.
XPhone Server 2 macht dasselbe für seine Benutzer.
XPhone Server 1 nutzt das LDAP Client Interface von XPhone Server 2 als LDAP V2/V3-Datenquelle für die Föderation.
XPhone Server 2 verwendet das LDAP Client Interface von XPhone Server 1 entsprechend als Datenquelle.
CSV-Datei als Datenquelle:
Eine CSV-Datei wird auf einem Netzwerklaufwerk abgelegt.
Diese Datei wird auf jedem XPhone Server als CSV-Datenquelle konfiguriert.
Die Datei muss die XmppAddress-Daten der Benutzer enthalten, die Felder müssen entsprechend gemappt werden.
Konfiguration#
Open Federation#
1. Grundannahme
Der XPhone Server der Firma acme hat die interne IP-Adresse 192.168.1.100 und hört dort auf den Port 5061. Dieser XPhone Server soll über die öffentliche IP-Adresse 63.201.34.21 und den Port 5061 erreicht werden. Open Federation mit Microsoft Teams ist gewünscht.
Die Domäne (Namensraum) ist in der Web-Administration des XPhone Servers unter Systemeinstellungen > Allgemein wie folgt konfiguriert:
Server FQDN [3] |
Domäne (Namensraum) |
|---|---|
connect.acme.com |
acme.de |
Nur zur Info - keine Konfigurationseinstellung
2. Firewall
Alle TCP-Pakete, die von beliebigen IP-Adressen und beliebigen Ports auf der IP-Adresse 63.201.34.21 / Port 5061 eingehen, müssen auf die interne IP-Adresse 192.168.1.100 / Port 5061 geleitet werden.
Der interne XPhone Server muss von beliebigen Ports aus jede andere IP-Adresse (auch im Internet) auf Port 5061 erreichen können.
3. DNS
Die XPhone Server Domäne der Firma heißt acme.de. Der externe FQDN des XPhone Servers lautet connect.acme.com. Im öffentlichen DNS-Server der Domäne acme.com muss der A-Eintrag connect angelegt werden, welcher auf die IP-Adresse 63.201.34.21 verweist.
Um zu testen, ob die IP-Adresse richtig gegen die Domäne aufgelöst wird, führen Sie diesen Befehl in einer Windows Kommandozeile aus:
nslookup -nosearch -type=A connect.acme.com 8.8.8.8
Server: google-public-dns-a.google.com
Address: 8.8.8.8
Nicht autorisierende Antwort:
Name: connect.acme.com
Address: 63.201.34.21
Da die Firma Open Federation unterstützen möchte, ist zusätzlich noch ein SRV-Eintrag im öffentlichen DNS-Server der Domäne acme.de notwendig. _sipfederationtls._tcp.acme.de zeigt auf connect.acme.com / Port 5061.
Auch dies können Sie via Windows-Kommandozeile überprüfen:
nslookup -nosearch -type=SRV _sipfederationtls._tcp.acme.de 8.8.8.8
Server: google-public-dns-a.google.com
Address: 8.8.8.8
Nicht autorisierende Antwort:
_sipfederationtls._tcp. acme.de SRV service location:
priority = 0
weight = 0
port = 5061
svr hostname = connect.acme.com
Die Erstellung des SRV-Eintrags für eine Microsoft 365 Domäne ist in den Microsoft Docs beschrieben.
Zusätzlich muss Microsoft Teams für die externe Kommunikation freigeschaltet sein. Im MS Teams Admin Center ist die Einstellung zu finden unter
Organisationsweite Einstellungen > Externer Zugriff.
Weitere Informationen finden Sie auf dieser Microsoft Site.
Hinweis
Die Liste der zugelassenen oder gesperrten Domänen hat ggf. Einfluss auf die Möglichkeit, mit dem XPhone Server zu föderieren. Die Auswirkung von Einträgen in der Liste ist auf der Seite im Teams Admin Center beschrieben.
Achtung
Wenn Open Federation auch mit MS Teams betrieben werden soll und die DNS-Einträge von einem Drittanbieter (Strato, Netcup, Domainfactory o.ä.) und nicht von Microsoft verwaltet werden, muss der SRV-Eintrag _sipfederationtls._tcp mit Port 5061 auf sipfed.online.lync.com zeigen.
4. Zertifikat
Zuletzt muss noch ein Zertifikat für Serververifizierung bei einer öffentlichen Zertifizierungsstelle für den Antragsteller connect.acme.com beantragt werden. Dieses Zertifikat muss im Zertifikatsspeicher des lokalen Computers auf dem XPhone Server eingespielt werden.
Beispiel: Zertifikat erstellen mit Let’s Encrypt
Für Open Federation ist ein Zertifikat einer anerkannten Zertifizierungsstelle erforderlich (also kein selbstsigniertes Zertifikat). Let’s Encrypt (https://letsencrypt.org ) stellt eine solche Zertifizierungsstelle dar. Die Zertifikate sind kostenlos, laufen aber nach einer relativ kurzen Zeit ab und müssen dann erneuert werden. Eine automatische Erneuerung (Renewal) ist zwar möglich, die Auswahl des erneuerten Zertifikats in der Federation-Konfiguration auf dem XPhone Server muss jedoch weiterhin manuell erfolgen! Dieses Beispiel zeigt die Zertifikatserstellung bei Let’s Encrypt unter Verwendung des ACME-Clients Win-ACME.
- Voraussetzung
Auf dem Server (z.B. connect.acme.com) ist ein ACME-Client installiert zum Erstellen des Serverzertifikats, z.B. das Tool Win-ACME.
Die Verwendung des ACME-Clients ist beim Hersteller dokumentiert, hier: Win-ACME.
Um das Zertifikat erstellen zu können, ist die korrekte DNS-Auflösung und Erreichbarkeit des Servers von außen sicherzustellen, da die Validierung der Domäne anhand des Verzeichnisses
wwwrootauf dem Server erfolgt. Alternativ kann eine Validierung über den DNS-Eintrag erfolgen.
- Zertifikat erstellen
Kommandozeile mit Administrationsrechten auf dem Server starten.
In das Verzeichnis des ACME-Clients wechseln (z.B.
C:\win-acme).Kommando ausführen:
.\wacs.exe --target manual --host connect.acme.com --store certificatestore --certificatestore My --validation filesystem --webroot C:\inetpub\wwwroot --accepttos --closeonfinish
Zertifikatsverwaltung für Computerzertifikate (
certlm.msc) als Administrator starten.Das neu erstellte Zertifikat sollte auftauchen unter Eigene Zertifikate > Zertifikate.
Hinweis
Alternativ zum o.g. Tool (Win-acme) können an dieser Stelle auch Zertifikate, welche die Voraussetzungen erfüllen, manuell hochgeladen werden.
Kontextmenü des Zertifikats aufrufen: Alle Aufgaben > Private Schlüssel verwalten.
Die Gruppe Authentifizierte Benutzer für den Schlüsselzugriff hinzufügen und mit OK bestätigen.
5. Web-Administration
Navigieren Sie in der Web-Administration zu:
Systemeinstellungen > Federation
Aktivieren Sie im Abschnitt Allgemein die Checkbox XPhone Connect Federation aktivieren.
Aktivieren Sie im Abschnitt Open Federation die Checkbox Open Federation aktivieren.
Tragen Sie im Abschnitt Öffentlicher Name (FQDN) den FQDN ein, für den Sie die o.g. Einstellungen im öffentlichen DNS vorgenommen haben.
Klicken Sie im Abschnitt Sicherheit/Verschlüsselung auf Zertifikat und wählen das im Schritt 4. Zertifikat erstellte und im Windows-Zertifikatsstore gespeicherte Zertifikat aus.
Wählen Sie im Abschnitt Netzwerkschnittstellen die IP-Adresse aus und tragen Sie den Port ein, den Sie im Schritt 2. Firewall konfiguriert haben.
Speichern Sie die Einstellung.
Navigieren Sie in der Web-Administration zu:
Benutzerverwaltung > Standort [> Konfigurationsgruppe] > Einstellungen
Klicken Sie auf Federation.
Klicken Sie auf den Radiobutton Diese Funktion verwenden.
Speichern Sie die Einstellung.
Direct Federation#
1. Grundannahme
Der XPhone Server s1.training1.com der Firma Training GmbH hat die interne IP-Adresse 10.60.0.121 und hört dort auf den Port 5081.
Dieser Server soll mit dem XPhone Server s2.training2.com (IP-Adresse 10.60.0.122, Port 5081) derselben Firma föderieren.
Die Domäne (Namensraum) ist in der Web-Administration in den XPhone Servern unter Systemeinstellungen > Allgemein wie folgt konfiguriert:
Server FQDN [4] |
Domäne (Namensraum) |
|---|---|
s1.training1.com |
training1.com |
s2.training2.com |
training2.com |
Nur zur Info - keine Konfigurationseinstellung
2. Router & Firewall
Da sich beide Server im gleichen IP-Subnetz befinden, ist keine zusätzliche Firewall-Konfiguration erforderlich. Standardmäßig erlaubt die Windows-Firewall die Kommunikation zwischen XPhone-Servern. Eine zusätzliche Konfiguration ist nicht erforderlich.
Wenn sich die Server in unterschiedlichen Netzwerken befinden, müssen möglicherweise folgende Schritte durchgeführt werden:
- Statische Route im Router hinzufügen
Damit die Netzwerke miteinander kommunizieren können, sollte im Router eine statische Route eingerichtet werden, die den Datenverkehr zwischen den entsprechenden Subnetzen ermöglicht.
- Firewall-Konfiguration anpassen
Falls eine Firewall im Einsatz ist, müssen die erforderlichen Ports für die Kommunikation zwischen den XPhone Servern geöffnet und weitergeleitet werden, um einen reibungslosen Datenaustausch zu gewährleisten.
3. DNS
Überprüfen Sie ob die FQDNs der beiden XPhone Server im internen Netzwerk auflösbar sind mit folgendem Windows Kommandozeilenbefehl:
C:\Users\Administrator.TRAINING>nslookup -nosearch -type=A s1.training1.com
Server: localhost
Address: 127.0.0.1
Name: s1.training.com
Address: 10.60.0.121
Wenn die Auflösung nicht funktioniert, ändern Sie die Konfiguration des lokalen DNS Servers.
SRV-Eintrag in einem Windows DNS-Server erstellen
Hinweis
Die folgenden Einstellungen müssen sowohl für training1.com, als auch für training2.com vorgenommen werden.
- DNS-Manager öffnen
Melden Sie sich am DNS-Server an und öffnen Sie den DNS-Manager.
- Zone auswählen
Wählen Sie die Zone aus, in der Sie den SRV-Eintrag erstellen möchten:
training1.comodertraining2.com
- Neuen Eintrag erstellen
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Ihre Zone und wählen Sie Weitere neue Einträge….
Wählen Sie in der Liste Dienstidentifizierung (SRV) aus und klicken Sie auf Eintrag erstellen.
- Dienst
Geben Sie den Namen
_sipfederationtlsfür den SIP-Federation Dienst ein.
- Protokoll
Geben Sie das Protokoll
tcpein.
- Portnummer
Geben Sie die Portnummer
5081ein.
- Hostname
Geben Sie den vollqualifizierten Domänennamen (FQDN) des Servers an:
s1.training1.comfür die Forward Lookupzonetraining1.coms2.training2.comfür die Forward Lookupzonetraining2.com
- Eintrag speichern
Überprüfen Sie die Eingaben und bestätigen Sie mit OK, um den SRV-Eintrag zu erstellen.
- Testen
Überprüfen Sie mit diesem Befehl in der Windows Kommandozeile, ob der Eintrag funktioniert:
C:\Users\Administrator.TRAINING>nslookup -nosearch -type=SRV _sipfederationtls.tcp.training1.com Server: localhost Address: 127.0.0.1 _sipfederationtls.tcp.training7.com SRV service location: priority = 0 weight = 0 port = 5081 svr hostname = s1.training1.com s7.training7.com internet address = 10.60.0.121
4. Zertifikate
Für die Einrichtung der Direct Federation müssen bei der unternehmensinternen Zertifizierungsstelle Zertifikate für die Server s1.training1.com und s2.training2.com beantragt werden. Diese Zertifikate müssen folgende Kriterien erfüllen:
- Gültigkeit
Die Zertifikate dürfen nicht abgelaufen sein und müssen im aktuellen Zeitraum gültig sein.
- Auflösbarer FQDN
Der im Zertifikat angegebene Fully Qualified Domain Name (FQDN) muss im DNS auflösbar sein.
- Vertrauenswürdige Zertifizierungsstelle
Die ausstellende Zertifizierungsstelle muss als vertrauenswürdige Stammzertifizierungsstelle im System hinterlegt sein (unter den vertrauenswürdigen Stammzertifizierungsstellen).
Die ausgestellten Zertifikate sind im Zertifikatsspeicher des Computers zu installieren, auf dem der XPhone Server läuft.
Zertifikate durch Windows CA ausstellen
Den folgenden Abschnitt müssen Sie sowohl für das Zertifikat des Servers s1.training1.com, als auch s2.training2.com durchführen.
Melden Sie sich an dem Desktop des XPhone Servers an (in diesem Beispiel s1.training1.com).
Öffnen Sie einen Texteditor und erstellen Sie eine INF-Datei mit folgendem Inhalt:
s1.inf#[Version] Signature="$Windows NT$" [NewRequest] Subject = "CN=s1.training1.com" KeySpec = 1 KeyLength = 2048 Exportable = TRUE MachineKeySet = TRUE SMIME = FALSE PrivateKeyArchive = FALSE UserProtected = FALSE UseExistingKeySet = FALSE ProviderName = "Microsoft RSA SChannel Cryptographic Provider" ProviderType = 12 RequestType = PKCS10 KeyUsage = 0xa0 [EnhancedKeyUsageExtension] OID=1.3.6.1.5.5.7.3.1 ; Server Authentication OID=1.3.6.1.5.5.7.3.2 ; Client Authentication [Extensions] 2.5.29.17 = "{text}" _continue_ = "dns=s1.training1.com"
In dieser Datei wird sowohl der
CNals auch derSANaufs1.training1.comgesetzt.
Erstellung der Zertifikatsanforderung (CSR):
Melden Sie sich am Desktop des XPhone Servers an.
Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
Navigieren Sie zu dem Verzeichnis, in dem Sie die INF-Datei gespeichert haben.
Führen Sie folgenden Befehl aus:
certreq -new s1.inf s1requestfile.req
Dieser Befehl erstellt eine Zertifikatsanforderungsdatei (s1requestfile.req) und auch einen privaten Schlüssel welcher im Zertifikatsspeicher des Computers gespeichert wird.
Einreichung der Zertifikatsanforderung bei einer Zertifizierungsstelle.
Öffnen Sie die Webseite der Windows Zertifizierungsstelle unter:
https://[IP | Hostname]/certsrv
Folgen Sie der Webseite zu folgendem Pfad:
Ein Zertifikat anfordern > Erweiterte Zertifikatsanforderung > Reichen Sie eine Zertifikatanforderung ein, die…
Fügen Sie den Inhalt ihrer INF-Datei in das Feld Gespeicherte Anforderung ein und drücken Sie auf das Feld Einsenden.
Zertifikat ausstellen
Melden Sie sich am Desktop des Servers an, auf dem die Zertifizierungstelle installiert ist.
Drücken Sie die Tastenkombination Windows + R, um das Ausführen-Dialogfeld zu öffnen.
Geben Sie
certsrv.mscein und drücken Sie die Eingabetaste.Wechseln Sie in den Pfad:
Zertifizierungsstelle (lokal) > MeineCA > Ausstehende Anforderungen
Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Zertifikatsanforderung und wählen Alle Aufgaben > Ausstellen.
Zertifikat herunterladen
Öffnen Sie die Webseite der Windows Zertifizierungsstelle unter:
https://[IP | Hostname]/certsrv
Klicken Sie auf Status ausstehender Zertifikate anzeigen und dann auf Ihre Zertifikatsanforderung.
Laden Sie mit dem Link Download des Zertifikats das Zertifikat herunter und Speichern es unter folgenden Dateinamen ab:
s1.cer
Zertifikat importieren
Melden Sie sich am Desktop des XPhone Servers an.
Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator.
Navigieren Sie zu dem Verzeichnis, in dem sich das Zertifikat
s1.cerbefindet.Um das Zertifikat zu installieren und mit dem zuvor erstellten privaten Schlüssel zu verknüpfen, führen Sie folgenden Befehl aus:
C:\certs>certreq -accept s1.cer Installed Certificate: Serial Number: 4b00000019eb7436d04e8dffb8000100000019 Subject: CN=s1.training1.com (DNS Name=s1.training1.com) NotBefore: 3/5/2025 10:02 AM NotAfter: 3/5/2026 10:12 AM Thumbprint: fe446b4998f88a9c0bf640e4d236a996804682a4
Dieser Befehl importiert das Zertifikat in den Zertifikatsspeicher des lokalen Computers und verknüpft es mit dem entsprechenden privaten Schlüssel.
5. Web-Administration
Navigieren Sie in der Web-Administration zu:
Systemeinstellungen > Federation
Aktivieren Sie im Abschnitt Allgemein die Checkbox XPhone Connect Federation aktivieren.
Aktivieren Sie im Abschnitt Statische Routen (Direct Federation) die Checkbox Direct Federation aktivieren.
- Fügen Sie im jeweiligen Server folgende Routen hinzu:
Auf s1.training1.com:
Domäne
FQDN des Servers
Port
Protokoll
training7.com
s7.training7.com
5081
MTLS
Auf s7.training7.com:
Domäne
FQDN des Servers
Port
Protokoll
training1.com
s1.training1.com
5081
MTLS
Aktivieren Sie die Route und speichern die Einstellung.
Tragen Sie im Abschnitt Öffentlicher Name (FQDN) den FQDN ein, für den Sie die o.g. Einstellungen im öffentlichen DNS vorgenommen haben.
Klicken Sie im Abschnitt Sicherheit/Verschlüsselung auf Zertifikat und wählen das im Schritt 4. Zertifikate erstellte und im Windows-Zertifikatsstore gespeicherte Zertifikat aus.
Wählen Sie im Abschnitt Netzwerkschnittstellen die IP-Adresse aus und tragen Sie den Port 5081 ein.
Speichern Sie die Einstellung.
Navigieren Sie in der Web-Administration zu:
Benutzerverwaltung > Standort [> Konfigurationsgruppe] > Einstellungen
Klicken Sie auf Federation.
Klicken Sie auf den Radiobutton Diese Funktion verwenden.
Speichern Sie die Einstellung.
Verwendung#
Wenn ein XPhone-Benutzer mit jemandem in einem föderierten System Kontakt aufnehmen möchte, geschieht über die XPhone-Kontakte. Diese Kontakte können entweder lokal vom Benutzer verwaltet werden, beispielsweise private Outlook-Kontakte oder direkt im XPhone-Client erstellte Einträge, oder serverseitig über das Directory bereitgestellt werden. Für Federation-Nachrichten wird in diesen Kontakten die IM-Adresse verwendet. Ist dieses Feld in den oben genannten Kontakten nicht gepflegt, wird die E-Mail-Adresse als Fallback genutzt.
Kontaktanfrage#
Hier sehen Sie die Kontaktanfrage bei Direct Federation:

Samira fügt den Kontakt von Betty einer ihrer Kontakte-Gruppe hinzu.
Betty erhält daraufhin eine Kontaktanfrage.
In der Kontaktanfrage kann Betty den Beziehungsstatus zu Samira festlegen und entscheiden ob Samira auch einer Kontakt-Gruppe hinzugefügt werden soll.
Betty löst durch das Hinzufügen von Samira in ihre Kontaktgruppe auch eine Kontaktanfrage bei Samira aus.
Hinweis
Das Zurücksetzen der Beziehungen zu anderen Benutzern entfernt auch die Federation Beziehungen.
Kontaktliste reparieren entfernt hinzugefügte Benutzer aus der Kontaktgruppe.
Beziehungsstatus#

Der Präsenzstatus wird entsprechend der Beziehungs-Konfiguration übermittelt. Die Standard Beziehung wird im Standort bzw. der Konfigurationsgruppe konfiguriert:
Benutzerverwaltung > Standort/Konfigurationsgruppe > Benutzer > Beziehungen
Mit dem Dropdown steuern Sie die Standardbeziehungen von föderierenden Systemen auf die Benutzer dieser Konfigurationsgruppen bzw. dieses Standortes:
… außerhalb des XPhone Connect Servers auf Benutzer in dieser Konfigurationsgruppe
In diesem Szenario ist Standard-Beziehung im Standort auf Externe Person eingestellt. Die höchste Beziehungsstufe kann Mitarbeiter sein.
Chat Nachrichten#
Chatnachrichten können auch ohne vorherige Kontaktanfrage gesendet werden. Auch löst eine Chatnachricht keine automatische Kontaktanfrage aus.